Beitrag Computer und Internet

Fernabsatzverträge Vertragsrecht

Der von einem Internetshop im Rahmen seines Internetnetauftrittes unter dem Abschnitt „Widerrufs- und Rückgaberecht“ gegebene Hinweis, dass unfreie Ware bzw. Pakete nicht angenommen werden, versteht der interessierte Verbraucher dahin, dass das Widerrufs- und Rückgaberecht unter der Bedingung der Frankierung der Sendung und somit der Vorleistungspflicht des Verbrauchers steht. Dieses widerspricht der Regelung in § 357 Abs. 2 Satz 2 BGB, nach der die Kosten der Rücksendung bei Widerruf und Rückgabe der Unternehmer zu tragen hat.
Der in dieser Regelung liegende Wettbewerbsverstoß ist geeignet, den Wettbewerb zum Nachteil der Marktteilnehmer nicht nur unerheblich zu beeinträchtigen.
OLG Hamburg – 14.2.2007 5 W 15/07

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Hagen Döhl

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